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Bosch Hockenheim Historic: Rahmenprogramm für Groß und Klein – unterhaltsam, umfangreich, informativ

05.04.2018 Kategorie: Bosch Hockenheim Historic
  • Historienspektakel auf dem Boxendach und im Fahrerlager
  • Ausstellungen zu Jim Clarks 50. Todestag mit herausragenden Exponaten
  • Promis am Ring – Autogramme, Selfies, Benzingespräche

Die „Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival“ hat das besondere Etwas: großartige Rennwagen aus allen Epochen und Klassen, Liebe zum historischen Detail in allen Bereichen, überraschend familiäre Atmosphäre. Die Freude an historischen Boliden, an der Begegnung mit relaxten Promis wie Jochen Mass oder Ellen Lohr oder dem Spektakel auf dem Boxendach steht im Vordergrund, wenn die „Bosch Hockenheim Historic“ von 20. bis 22. April auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ausgetragen wird. Initiiert wurde das „Jim Clark Revival“ zu Ehren des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters. Das schottische Fahrgenie starb am 7. April 1968 bei einem Unfall auf dem Hockenheimring – vor 50 Jahren. Dem Andenken an den Ausnahmerennfahrer und liebenswerten Zeitgenossen Jim Clark widmen sich daher in diesem Jahr Ausstellungen, ein Film vom schwarzen Sonntag, eine Sonderführung sowie eine Gesprächsrunde mit Zeitzeugen.

Autogrammsammler sollten sich um die Mittagszeit am Samstag und Sonntag zur Red Cafebar begeben. Man erkennt sie an der Menschentraube im Fahrerlager. Für Signaturen, Selfies oder auch ein Schwätzchen treffen Besucher auf ehemalige Rennstars wie Roland Asch, Michael Bartels, Christian Danner, Martin Donnelly, Ellen Lohr, Jochen Mass und Marco Werner.

Historisches Flair, wohin man blickt
Ob auf der Rennstrecke, im Fahrerlager, in den Teamgaragen oder auf dem Boxendach: Überall werden Erinnerungen an zurückliegende Rennsportzeiten wach. Fangen wir mit dem Boxendach an, wo ein historischer Jahrmarkt und ein eigener Kids Club die Jüngeren auch zu zahlreichen Mitmachaktionen einlädt: mit Mal-&-Bastel-Station, Modellierballons zum Selbstbauen, Kinderschminken. Man kann sich auch in wunderbar altmodischen Geschicklichkeitsspielen wie Jonglieren und Teller drehen versuchen. Auch die Älteren haben ihren Spaß, etwa an den zahlreichen Ständen mit historischen Devotionalien, der Modenschau oder ab 18:30 Uhr bei den Siegerehrungen und Pokalübergaben an die erfolgreichsten Rennfahrer des Tages. Das geht dann nahtlos in die große Boxenparty über, bei der in guter Tradition die Cover-Band „Me and the Heat“ mit „historischen“ Hits für gute Stimmung sorgt. Zusätzlich heizen die Feuer-Artistin Anja und die spektakuläre Show von Violent Force den Gästen ein. Alle Veranstaltungsbesucher sind herzlich eingeladen. Zudem sind Tickets an der Abendkasse erhältlich.

Die „Moped-Garage“, die im vergangenen Jahr zehnjähriges Jubiläum feierte, gibt ebenfalls auf dem Boxendach Gas. Etwa mit den Mofa-Sause-Fahrten, bei denen Interessierte und Könner auch die Möglichkeit haben, ein paar Runden mit den Kultmopeds auf der Mofa-Rennpiste zu drehen. In der Moped-Garage-Fotobox darf man sich ablichten lassen, um ein Andenken nach Hause tragen zu können. Natürlich ist auch das Markenclubareal wieder Teil der Bosch Hockenheim Historic. Nahe der Mercedes-Tribüne (Bus-Shuttle) ist es DER Treffpunkt von Clubs, Stammtischen oder Interessengemeinschaften – und das Mekka aller Liebhaberfahrzeuge.

Ein besonderes Jubiläum wird bei der Bosch Hockenheim Historic mit einem Sonderlauf gewürdigt: Vor genau 50 Jahren, am 20. und 21. April 1968, startete beim 4. Heilbronner ADAC Bergpreis erstmals ein Brixner Spyder, pilotiert vom Konstrukteur Kurt Brixner selbst. Um dieses punktgenaue Jubiläum gebührend zu feiern, werden rund 15 Fahrzeuge dieser seltenen Sport-Prototypen aus ganz Europa erwartet.

Auf den Spuren von Jim Clark: Ausstellungen auf der Eventfläche und im Kongress-Pavillon
Beim Jim Clark Revival wird dem Anlass entsprechend stets dem Superstar seiner Zeit gehuldigt – im Jahr des 50. Todestages steht Clark noch mehr als sonst im Fokus. Im Fahrerlager erinnert eine kleine, aber feine Sonderausstellung an ihn, mit Fahrzeugen, die er selbst fuhr oder zu denen er eine Beziehung hatte: vom Goggomobil und einem Ford Cortina M1 hin zu den Glanzstücken, einem Lotus 59 und einem 23B.

Die traditionelle, vom Schweizer Ehepaar Mallepell mit Liebe und Akribie zusammengestellte Jim-Clark-Ausstellung im Kongress-Pavillon, ist ein Muss für Clark-Fans. In vier Vitrinen wird mit Dokumenten, Fotos und Modellen sein Leben auf einer Zeitachse dargestellt – vom Abschluss-Zeugnis der Loretto-School 1952 bis zur letzten Unterschrift kurz vor dem Start zum Unglückrennen am 7. April 1968. Dabei sind auch Erinnerungsstücke von Zeitzeugen integriert. Es wird deutlich, wie vielseitig Clark war – und wie erfolgreich: Er reüssierte in Tourenwagen, Sportwagen, in der Formel 1 (Weltmeister 1963/65) und F2, der Formel Junior, den IndyCars (Sieg beim Indy 500 1965) und der NASCAR. Ein Hingucker wird sicher der Lotus 49B R5/R10. Jim Clark konnte dieses Auto seines Ziehvaters Colin Chapman nicht mehr fahren, doch er feierte 1967 und 1968 auf andern Chassis-Nummern des Lotus 49 fünf GP-Siege.

Zeitreisen mit Jim-Clark-Film, -Buch, Gesprächsrunde und Sonderführung
Unter die Haut geht der Film „In Memory of Jim Clark“ von Marten Taege, der mehrmals über die Tage im Kongress-Pavillon gezeigt wird. Nur 15 Minuten lang, führt er den Zuschauer mitten hinein in die Rennsportszene der späten 60er-Jahre – und jenen verhängnisvollen Sonntag, an dem Jim Clark starb. Ganz nah dran ist auch die Bildausstellung, die sich an das 400-Seiten-Buch „Jim Clark Racing Hero“ von Graham Gaude (Verlag McKlein Publishing) anlehnt. Gaude begleitete den Aufstieg Clarks als Fotograf, Reporter und Freund. Daher sind auch seltene Fotos aus dem Privatleben des Rennfahrers zu sehen. Informativ und emotional zugleich wird sicher die Gesprächsrunde mit Zeitzeugen am Sonntag um 11:00 Uhr im Pavillon.

Die Sonderführung „Auf den Spuren Jim Clarks“ am Samstag bietet einen speziellen Blick auf den Hockenheimring und die Karriere des Mannes, der schon zu Lebzeiten als Legende galt. Die Führung startet im Motor-Sport-Museum, macht Station auf der Nordtribüne und endet mit dem Besuch der Jim-Clark-Gedenkstätte unmittelbar an der Rennstrecke.

Ticketpreise
Für zehn Euro kann man am Freitag mal Probegucken, je 30 Euro kostet ein Tagesticket für Samstag oder Sonntag, 45 das Wochenende. Rollstuhlfahrer und Kinder bis einschl. 14 Jahren haben freien Eintritt – Fahrerlager und freie Sitzplatzwahl inklusive. Tickets gibt’s über den Online-Ticketshop oder unter der Hotline +49(0)6205 950-222. Weitere Informationen finden Sie unter www.hockenheim-historic.de.